Cola Nuss: Das gesunde Koffein aus Afrika

An der sogenannten Schließfrucht oder auch Colabaum genannt, wachsen die bis 14 cm lang werdenden Nüsse. Leider kann man die Früchte im europäischen Handel nur als getrocknetes Pulver beziehen. In Afrika, wo die Pflanze hauptsächlich kultiviert wird, kauen Einheimische die Kolanuss bis zu einer Stunde um das reichhaltig enthaltene Koffein zur Wirkung zur bringen.

Auch in Coca Cola waren lange Zeit die Extrakte der Cola Nuss enthalten. Immer mehr Hersteller wechselten aber zum Kaffee-Koffein, da dieses in vielen Fällen günstiger zu erwerben ist.  Da der Wachmacher in der Nuss in gebundener Form vorkommt, sind auch die herkömmlichen Nebenwirkungen des Koffeins wie Bluthochdruck oder Herzrasen nicht vergleichbar vorhanden. Im Gegenteil: Die Kolanuss ist seit vielen Jahren als Aphrodisiaka bekannt und soll angeblich auch bei Darmproblemen Wirkung zeigen und die Verdauung anregen.

In Red Bull wird das Extrakt angeblich immer noch verwendet, ob es aber Flügel verleiht, sei dahingestellt. Die Afrikaner und Brasilianer nutzen die Colanuss auch bei kulturellen Zeremonien. Ein Brauch ist beispielsweise das Überreichen eines Korbs mit Colanüssen vom Bräutigam an die Eltern der künftigen Frau oder das Überreichen einer Nuss als Gastgeschenk bei Besuchen.

Das reine Pulver der Cola-Nuss bekommt man im Internet oder auch im Bio-Fachhandel. In Kombination mit Guarana fungiert die Nuss durchaus als erstklassiger Kaffeeersatz.

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